Wohnung verkaufen: Ablauf, Kosten & Tipps
Matthias Naumann
Geschäftsführer - seit über 10 Jahren im Leipziger Immobilienmarkt
Eine Eigentumswohnung verkaufen ist eine größere Entscheidung als der Verkauf eines Einfamilienhauses: WEG-Strukturen, Teilungserklärung und Hausgeld bringen zusätzliche Komplexität mit. Dieser Leitfaden führt Sie Schritt für Schritt durch den kompletten Ablauf - von der Bewertung über die Unterlagen bis zum Notartermin. Plus: Wann sich ein Direktankauf in Leipzig mehr lohnt als der klassische Vermarktungsprozess.
Das Wichtigste auf einen Blick
Eigentumswohnung verkaufen: Pflicht ist nur der notariell beurkundete Kaufvertrag (§ 311b BGB).
WEG-Unterlagen: Teilungserklärung, Wirtschaftsplan, Protokolle der letzten drei Eigentümerversammlungen.
Bewertung nach Vergleichswertverfahren - bei vermieteten Wohnungen nach Ertragswertverfahren.
Spekulationssteuer: 10-Jahres-Frist nach § 23 EStG oder 2+ Jahre Eigennutzung für Steuerfreiheit.
PNP Invest kauft Eigentumswohnungen in Leipzig direkt an - ohne Makler, ohne Vermarktungsphase.
Wer eine Wohnung verkaufen möchte, steht in Deutschland vor einem klar geregelten Prozess - zwingend erforderlich ist nur die notarielle Beurkundung des Kaufvertrags nach § 311b BGB.[1] Alle anderen Schritte sind optional: Bewertung durch Makler oder Sachverständigen, Vermarktung über Portale, Besichtigungen, Preisverhandlung. Wer die ETW verkaufen will, muss nicht zwingend einen Makler beauftragen - tut es aber in der Mehrzahl der Fälle.
Der Verkauf einer Eigentumswohnung unterscheidet sich vom Haus-Verkauf in drei Punkten: Erstens gelten die Regeln der Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG). Zweitens müssen Unterlagen wie Teilungserklärung und Protokolle der Eigentümerversammlung bereitgestellt werden. Drittens ist der Markt tiefer - es gibt weit mehr Wohnungen als freistehende Häuser.
Ablauf: Eigentumswohnung verkaufen in 7 Schritten
Der folgende Ablauf hat sich in der Praxis bewährt. Wenn Sie diese Reihenfolge einhalten, reduzieren Sie typische Fehler und erzielen einen besseren Verkaufspreis.
Schritt 1: Wert ermitteln - über Vergleichswert (Eigennutzer) oder Ertragswert (vermietet).
Schritt 2: Unterlagen zusammenstellen - Grundbuch, Teilungserklärung, WEG-Protokolle, Energieausweis.
Schritt 3: Vermarktungsstrategie wählen - privat, Makler oder Direktankauf.
Schritt 4: Exposé + Fotos erstellen und Inserat auf ImmoScout24, Immowelt, Kleinanzeigen schalten.
Schritt 5: Besichtigungen organisieren und Interessenten vorqualifizieren.
Schritt 6: Kaufvertrag verhandeln, Notartermin vorbereiten.
Schritt 7: Beurkundung, Auflassungsvormerkung, Kaufpreiszahlung, Übergabe.
Welche Unterlagen brauchen Sie für den Verkauf?
Die Dokumentation ist bei Eigentumswohnungen umfangreicher als beim Haus - weil die WEG-Struktur dokumentiert sein muss. Folgende Unterlagen sollten vor der Inseratschaltung vorliegen: aktueller Grundbuchauszug (nicht älter als drei Monate), Teilungserklärung mit Aufteilungsplan, Protokolle der letzten drei Eigentümerversammlungen, Wirtschaftsplan und Jahresabrechnungen der WEG, gültiger Energieausweis nach § 80 GEG,[2] Grundsteuerbescheid und ggf. Nachweise über durchgeführte Modernisierungen. Ohne diese Unterlagen wird jeder ernsthafte Kapitalanleger-Käufer abspringen.
Was ist Ihre Wohnung wert?
Die Wertermittlung einer Immobilie folgt drei Verfahren: Vergleichswert für selbstgenutzte Wohnungen, Ertragswert für vermietete Wohnungen, Sachwert für Sonderobjekte. In Leipzig liegen die Quadratmeterpreise für gute Lagen aktuell zwischen 2.200 und 3.800 €/m² - mit deutlicher Spreizung je nach Stadtteil. Ein solides Bewertungsgespräch mit einem Makler oder Investor bringt schnell ein realistisches Preisgefühl.
Wichtig: Inserate zeigen Wunschpreise, nicht tatsächliche Transaktionspreise. Wer sein Preisgefühl ausschließlich aus ImmoScout24-Anzeigen ableitet, liegt oft 10 bis 20 Prozent über dem erzielbaren Marktwert. Belastbare Daten liefert nur die Kaufpreissammlung des Gutachterausschusses - oder ein unverbindliches Kaufpreisangebot eines Direktankäufers.
Wohnung privat verkaufen oder mit Makler?
Der private Verkauf ohne Makler spart die Courtage, die seit Dezember 2020 zwischen Käufer und Verkäufer geteilt wird (§§ 656c/d BGB).[3] Der Verkäufer spart damit je nach Bundesland rund 3 bis 3,57 Prozent des Kaufpreises. Dafür übernimmt er Vermarktung, Besichtigungen und Verhandlung selbst - ein Zeitaufwand von 60 bis 120 Stunden.
Ein Makler entlastet, kostet aber. Für die meisten Eigennutzer-Verkäufer in Leipzig ist der private Verkauf in gefragten Lagen gut machbar - in strukturschwächeren Stadtteilen oder bei schwierigen Objekten rechnet sich ein Makler eher. Wer eine vermietete Wohnung verkaufen will, fährt oft mit einem Direktankauf am besten - das spart Vermarktungsaufwand komplett.
Vermietete vs. leere Wohnung: der Preisunterschied
Eine vermietete Wohnung verkaufen bedeutet: Eigennutzer scheiden als Käufer aus, weil sie nach § 566 BGB den Mietvertrag übernehmen müssen. Übrig bleiben Kapitalanleger, die rein nach Ertragswert bewerten. Das führt typischerweise zu 20 bis 30 Prozent Preisabschlag gegenüber einer leeren Wohnung. Wer die Wohnung in absehbarer Zeit leer übergeben kann (etwa nach Eigenbedarfskündigung mit Sperrfristbeachtung), erzielt deutlich höhere Preise - das braucht aber Vorlauf.
Steuerliche Aspekte beim Wohnungsverkauf
Der Verkauf einer Eigentumswohnung ist unter zwei Bedingungen steuerfrei: Erstens, wenn die Wohnung mindestens zehn Jahre gehalten wurde (Spekulationsfrist § 23 EStG). Zweitens, wenn die Wohnung im Verkaufsjahr und in den beiden vorangegangenen Kalenderjahren ausschließlich selbst bewohnt wurde. Fällt der Verkauf in die Frist ohne Eigennutzung, wird der Gewinn mit dem persönlichen Einkommensteuersatz belastet - bereits geltend gemachte Abschreibungen werden zurückgerechnet.
Kosten beim Verkauf einer Wohnung
Die direkten Kosten für den Verkäufer sind überschaubar: Energieausweis 80 bis 500 Euro, Grundbuchauszug rund 20 Euro, Portalgebühren 60 bis 120 Euro monatlich, Fotos optional 200 bis 400 Euro. Hinzu kommen - falls beauftragt - Makler-Courtage (hälftig geteilt) und ggf. Vorfälligkeitsentschädigung bei vorzeitiger Kreditablösung. Der Notar kostet rund 1,5 Prozent des Kaufpreises, wird aber vom Käufer getragen.
Direktankauf: schneller Weg für Leipziger Eigentümer
Die PNP Invest GmbH kauft Eigentumswohnungen in Leipzig und Umgebung direkt an. Vorteile: keine Besichtigungen, keine Vermarktungsphase, kein Maklerrisiko, keine Provision. Der Ablauf: Anfrage per Formular, Vor-Ort-Besichtigung innerhalb weniger Tage, verbindliches Kaufpreisangebot auf Basis Ertragswertverfahren, Notartermin.
Worauf Sie beim Wohnung verkaufen in Leipzig besonders achten sollten
Leipzig hat einige Besonderheiten, die Sie kennen sollten, wenn Sie eine Wohnung verkaufen möchten. Erstens: Die Mikrolagen unterscheiden sich stark. Eine Wohnung verkaufen in Plagwitz ist preislich etwas anderes als in Paunsdorf - auch bei gleicher Größe und Ausstattung. Zweitens: Umwandlungsgebiete. In Teilen Leipzigs gelten Sperrfristen für Eigenbedarfskündigungen nach Umwandlung, was bei vermieteten Wohnungen den Verkauf an Eigennutzer erschwert.
Drittens: Die Nachfrage ist stark segmentiert. Kleine Studentenwohnungen in Uni-Nähe gehen weg wie warme Semmeln; große Altbauwohnungen ohne Balkon in Randlagen brauchen deutlich länger. Wer sein Exposé ehrlich gestaltet und die Stärken der Lage richtig adressiert, verkürzt die Vermarktungsphase erheblich.
Viertens: Der Energieausweis wird zunehmend zum Preisfaktor. Wohnungen mit schlechter Effizienzklasse (G/H) werden heute mit Abschlägen gehandelt, weil Käufer mit Sanierungskosten rechnen. Wer vor dem Verkauf modernisiert oder zumindest transparent dokumentiert, welche Maßnahmen möglich sind, begegnet dieser Diskussion offensiv.
Wohnung verkaufen mit WEG: Wichtige Besonderheiten
Wer eine Eigentumswohnung verkaufen möchte, sollte die Rolle der Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) verstehen. Die WEG ist nach §§ 10 ff. WEG (Wohnungseigentumsgesetz) rechtlich eigenständig. Jede Entscheidung über bauliche Maßnahmen, Hausgeld und Verwaltung wird in Eigentümerversammlungen getroffen. Käufer wollen deshalb die Protokolle der letzten drei Versammlungen sehen - um anstehende Beschlüsse und finanzielle Belastungen zu erkennen.
Anstehende Sonderumlagen sind ein häufiger Streitpunkt beim Wohnung verkaufen. Wenn die WEG eine Dachsanierung für 300.000 € beschlossen hat, müssen Käufer diese Belastung in ihre Kalkulation einbeziehen. Wer verkauft, sollte Sonderumlagen offen kommunizieren - versteckte Beschlüsse führen später zu Rückabwicklungsklagen.
Zweiter Punkt: die Instandhaltungsrücklage. Sie steht im Wirtschaftsplan der WEG und zeigt, wie gut die Gemeinschaft für zukünftige Sanierungen aufgestellt ist. Käufer bewerten eine ordentlich dotierte Rücklage (50 bis 100 € pro m² und Jahr akkumuliert) positiv. Eine leere Rücklage wirkt dagegen als Warnsignal.
Dritter Punkt: Stimmrechte und Veräußerungsbeschränkungen. In manchen Teilungserklärungen ist die Zustimmung der WEG zum Verkauf geregelt (§ 12 WEG). Diese Regelung ist selten, aber bei älteren Eigentumswohnungen durchaus vorhanden. Vor dem Verkauf sollten Sie die Teilungserklärung auf solche Klauseln prüfen.
Fazit: Wohnung verkaufen mit klarem Fahrplan
Eine Wohnung verkaufen ist in Deutschland ein klar geregelter Prozess - aber kein Selbstläufer. Wer die sieben Schritte (Bewertung, Unterlagen, Strategie, Exposé, Inserate, Besichtigung, Notar) sauber abarbeitet, erzielt einen fairen Preis. Wer schludert, verliert am Ende oft mehr, als eine Maklerprovision gekostet hätte.
Der häufigste Fehler beim Wohnung verkaufen: zu hoher Angebotspreis. Wer seine Wohnung verkaufen will, sollte sich nicht an Inseraten, sondern an beurkundeten Verkaufspreisen des Gutachterausschusses orientieren. Der zweithäufigste Fehler: fehlende oder veraltete Unterlagen, insbesondere der Energieausweis.
Wer seine Wohnung verkaufen möchte und unter Zeitdruck steht - aus Scheidung, Erbe oder finanziellen Gründen - fährt mit einem Direktankauf häufig besser als mit klassischer Vermarktung. In Leipzig bietet PNP Invest einen solchen Direktankauf an: Kaufpreisangebot in wenigen Tagen, Notartermin in wenigen Wochen.
Die Entscheidung, wie Sie Ihre Wohnung verkaufen, hängt letztlich an Ihren Prioritäten. Maximaler Preis und Zeit → klassische Vermarktung. Schnelligkeit und Planbarkeit → Direktankauf. Beide Wege sind legitim, beide sind wirtschaftlich. Wichtig ist, dass Sie vor dem Start entscheiden, welcher zu Ihrer Situation passt.
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Häufige Fragen zum Verkauf einer Eigentumswohnung
Wie lange dauert der Verkauf einer Eigentumswohnung?
Muss ich eine WEG-Zustimmung einholen?
Kann ich meine Eigentumswohnung steuerfrei verkaufen?
Wie viel ist meine Wohnung wert?
Lohnt sich der Direktankauf statt freier Vermarktung?
Quellen
[1] § 311b BGB - Notarpflicht Grundstückskaufvertrag. https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__311b.html - Abgerufen am 14.04.2026.
[2] § 80 GEG - Energieausweis-Pflicht beim Verkauf. https://www.gesetze-im-internet.de/geg/__80.html - Abgerufen am 14.04.2026.
[3] §§ 656c/d BGB - Teilung der Maklerprovision. https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__656c.html - Abgerufen am 14.04.2026.
[4] § 23 EStG - Private Veräußerungsgeschäfte. https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__23.html - Abgerufen am 14.04.2026.
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